Hochzeitsblumen und schöne Blumen
als Hochzeitsdeko
Der Brautstrauß ist zwar standard, aber auch sonst
kommen hier Blumen zum Einsatz
Die Herkunft der Tradition des Brautstraußwerfens
ist nicht ganz klar, vermutlich stammt sie aus Amerika
oder dem mitteleuropäischen Raum. Im nordeuropäischen
Raum und besonders in Deutschland setzte dieser Brauch
erst Mitte des 19. Jarhunderts ein, denn bis zu diesem
Zeitpunkt waren kirchliche Trauungen sehr ernste,
steife und formelle Ereignisse. Erst als auch „bürgerliche“
Hochzeiten festlicher und aufwendiger gefeiert wurden
und im Zeitalter des „Biedermeiers“ romantischere
Einstellungen zu Hochzeiten Fuß fassten, setzte
sich auch hier das Brautstraußwerfen immer mehr
durch.
Die Frauen, die am Brautstraußwerfen teilnehmen
wollen, stellen sich in der Nähe der Braut auf.
Die Braut steht mit dem Rücken zu den wartenden
Frauen und wirft den Strauß über ihren
Kopf nach hinten.
Der Brautstrauß dient bei diesem Brauch sozusagen
als Orakel; das Mädchen oder die Frau, die ihn
auffängt, wird danach als nächstes heiraten.
Da spielt natürlich der Aberglaube mit, was aber
den Spaßfaktor bei diesem Hochzeitsbrauch nicht
beeinträchtigt. Lange Zeit galt, dass nur Jungfrauen
am Brautstraußwerfen teilnehmen dürfen, heutzutage
können sozusagen alle „Singles“, also
auch geschiedene Frauen mitmachen.
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Wann das Brautstraußwerfen stattfindet,
ist unterschiedlich und ganz individuell. In der Regel findet
es wohl gegen Ende der Hochzeitsfeier statt, manchmal nach
dem Verlassen der Kirche oder wenn das Paar in die Flitterwochen
verabschiedet wird.

Da viele Bräute den Strauß gern als Erinnerung
an ihren Hochzeitstag behalten und schöne Brautsträuße
auch kostspielig sind, wird übrigens immer öfter
„gemogelt“. Ein kleinerer Strauß wird dem
großen, echten Brautstrauß nachgebildet und dieser
kleinere wird dann geworfen.
Die Tradition des Brautstraußes in
seiner heutigen Form, stammt aus der Renaissance, er war dort
allerdings mehr Mittel zum Zweck. Wie aus den Geschichtsbüchern
bekannt, war zu dieser Zeit die Körperhygiene nicht sehr
ausgeprägt und die Handlungen der Kirche sehr pompös
mit viel Weihrauchgebrauch verbunden. Um alle diese Gerüche
zu verbessern und eine Ohnmacht der Braut, die meistens auch
noch stark geschnürte Kleider trug, zu verhindern, gab
es den Brautstrauß. Heutzutage ist diese Zweckbestimmung
erfreulicherweise nicht mehr nötig und ganz andere Aspekte
können berücksichtigt werden.
Die Zusammenstellung eines wirklich guten Brautstraußes
benötigt etwas Zeit, so ist ein Beratungsgespräch
bei einem guten Floristen etwa einige Wochen vor dem Hochzeitstermin
zu empfehlen. Ein guter Brautstrauß muss auf jeden Fall
zur Braut passen und zwar zu Typ und Statur der Braut. Schließlich
soll der die Vorzüge der Braut an ihrem besonderen Tag
unterstreichen. Daher werden die Farben der Blumen häufig
auf den Teint, sowie auf Augen- und Haarfarbe abgestimmt.
Aber auch Größe und Ausführung müssen
stimmen. Eine zierliche kleine Braut würde beispielsweise
von einem zu großen Strauß „erdrückt“.
Floristen nennen als Faustregel, dass keinesfalls die Hüfte
vom Strauß verdeckt werden darf. Welche Blumen in welcher
Farbe ansonsten ausgewählt werden, ist unterschiedlich.
Romantische Paare werden das Bukett vielleicht nach der Sprache
der Blumen oder der Bedeutung der Farben zusammenstellen,
andere einfach nach dem persönlichen Geschmack.
Sicher ist, dass der Brautstrauß die Akzente für
die komplette florale Ausstattung der Feier setzt, denn meistens
wird sinnvollerweise die restliche Blumendekoration wie z.B.
Gestecke auf dem Auto, Haarschmuck der Braut, Blumenschmuck
in der Kirche usw. auf den Brautstrauß abgestimmt. Dabei
wirken wiederkehrende Farben besonders harmonisch und festlich.
Sie schaffen für den besonderen Anlass eine besondere
Atmosphäre. Auch kleine Details aus dem Brautkleid wie
z.B. Bänder, kleine Pailletten usw. machen einen Brautstrauß
zu etwas ganz besonderem.
Nach welchen Kriterien der gute Brautstrauß zusammengesetzt
wird, entscheidet letztendlich das Brautpaar mit Hilfe des
Floristen nach dem persönlichen Geschmack, denn die Schönheit
liegt im Auge des Betrachters. Damit die ganze Pracht des
Brautbuketts auch lange hält, werden die Stiele der Blumen
abgeschnitten und mit Wachs versiegelt. Dadurch muss der Strauß
am Hochzeitstag nicht mehr ins Wasser gestellt werden.
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