Blumen zum Valentinstag
Der Valentinstag, ideal für die Liebe und einen schönen
Blumenstrauß
Um den Ursprung des Valentinstags ranken sich viele
Gerüchte. So behaupten böse Zungen immer
wieder, dass dieser Tag eine clevere Geschäftsidee
amerikanischer Floristen und der Pralinenindustrie
war, die auf einen steigenden Umsatz hofften.
Tatsächlich aber liegt dem Valentinstag das alt-römische
Fest der Lupercalien zu Grunde. An diesem Tag, der
als Feiertag des Herdengottes Faunus und der Juno
– Schutzgöttin der Familie und der Ehe
– gefeiert wurde, verband das Los un- verheiratete
junge Männer und Frauen für einen Tag als
Paar miteinander. Durch diesen Brauch galt bereits
im römischen Reich der 14. Februar als Tag der
Liebenden. Aus diesem Anlass und zu Ehren der Jupiter
Gattin Juno schenkten die „frisch vermählten“
Jünglinge ihren Frauen einen Strauß bunter
Blumen als Zeichen der Fruchtbarkeit und Reinheit.
Ebenfalls als Symbol für Fruchtbarkeit und Reinigung
beschenkten auch bereits verheiratete Männer
ihre Ehefrauen mit Blumen.
Seinen christlichen Namen erhielt der 14. Februar
erst sehr viel später, als die Kirchenobersten
in dem Versuch, einen heidnischen Brauch in einem
christlichen Gewand weiterleben zu lassen, ihn als
Tag des Bischofs Valentin von Terni deklarierten.
Der Geistliche traute in aller Heimlichkeit verliebte
Soldaten und beschenkte die jungen Paaren zu diesem
Anlass mit Blumen, die er in seinem eigenen Garten
zu pflücken pflegte.
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Die Vermählung der Soldaten geschah
entgegen eines Erlasses des Kaisers Claudius II., der die
Auffassung vertrat, unverheiratete Männer seien die besseren
Soldaten.

Im Gedenken an den Bischof, der auf Grund
seines Ungehorsams am 14. Februar 269 hingerichtet wurde,
setzte sich schon im frühen Mittelalter der Brauch durch,
dass junge Männer ihrer Angebeteten einen Strauß
frischer Blumen überreichten. Der Legende nach sollte
derjenige, der einem Mädchen als erster am Valentinstag
das Geschenk überreichte, ihr zukünftiger Ehemann
sein.
Ein Gedicht von Geoffrey Choucer aus dem
Jahre 1383 – „das Parlament der Vögel“
– beschreibt, wie sich die Vögel am Valentinstag
auf Brautschau begeben. Vermutlich gab dieses Gedicht den
Anstoß zu der im angelsächsischen Raum großen
Verbreitung des Feiertags. Seit dem 15. Jahrhundert setzte
sich der Brauch durch, am 14. Februar sogenannte Valentinspaare
zu bilden, die sich gegenseitig mit kleinen Geschenken und
Gedichten erfreuten. Blumen als Valentinsgeschenk treten allerdings
erst im 17. Jahrhundert wieder in den Vordergrund. Zurückgeführt
wird das auf die Gattin des Dichters Samuel Pepys, die ein
Liebesgedicht ihres Mannes mit einem Strauß Blumen erwiderte.
In jüngerer Zeit erlebt der Valentinstag
geradezu eine Renaissance. War er lange Jahre nur im England
und in Amerika von Bedeutung, erobert er seit dem späten
20. Jahrhundert auch zunehmend den Rest der Welt. Sicherlich
geht dieser Siegeszug nicht zuletzt auf massive Werbemaßnahmen
der Blumen- und Pralinenindustrie zurück. Doch nichts
desto trotz steht der Valentinstag im Zeichen der Verliebten
– und kaum ein Symbol steht so sehr für die Liebe,
wie ein Strauß roter Rosen.
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